Unser Wahlprogramm für Sehnde


Präambel

Der Umweltgedanke gehört auch auf lokaler Ebene in die Mitte der Gesellschaft. Er muss Grundlage künftiger Entscheidungen sein, wenn wir nicht unserer Zukunft die Lebensgrundlagen entziehen wollen. Die Nachhaltigkeit von Entscheidungen wird der Maßstab sein, an dem Politik zu messen sein wird.

 

Kinder und Jugend

Kindergärten sind wie Schulen gesellschaftliche Aufgaben. Die Benutzungsgebühren für die Kindertagesstätten sollen deshalb für die Eltern entfallen und vollständig auf alle BürgerInnen umgelegt werden. Elterninitiativen und Spielkreise, die der Stadt helfen, ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen, müssen auskömmlich finanziert werden. Die Betreuung der Kleinstkinder (unter 3 Jahren) in Kinderkrippen, möglichst mit 6-stündiger Betreuung soll weiter ausgebaut werden, um Eltern die Berufstätigkeit zu erleichtern. Die Zahl der Hortplätze ist nicht ausreichend, deshalb halten wir ein weiteres Angebot für zwingend erforderlich.

Jugend

Die dezentrale Jugendarbeit ist auf dem richtigen Weg. In verschiedenen Ortsteilen sind Jugendtreffs vorhanden, betreut von einem Streetworker bzw. von Patinnen und Paten. Hier gilt es weiterzumachen. Das Jugendfreizeitheim ist als Anlaufstelle (Offene-Tür-Arbeit, Projekte) weiterhin unverzichtbar. Daher darf eine Sanierung nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden.

Schulen

Die KGS stößt mit 1750 Schüler/Innen an ihre Grenzen, was den Schulalltag, die Koordination der Schulbereiche und die Raumkapazitäten angeht. Wenn Sehnde weiter so wachsen soll wie in den vergangenen Jahren, was wir durchaus nicht befürworten, muss über einen zweiten Schulstandort für eine weiterführende Schule nachgedacht werden. An einer so großen Schule wie der KGS treten zwangsläufig vermehrt zwischenmenschliche Konflikte auf, weshalb wir vom Land Niedersachsen eine/n weitere/n Sozialarbeiter/in für die KGS als Verstärkung für den von der Stadt Sehnde finanzierten fordern, denn die Probleme werden in den nächsten Jahren noch zunehmen. In diesem Zusammenhang soll sich die Stadt auch künftig am SMAP der Ev. Kirche finanziell beteiligen, um auch auf Schülerseite einen Beitrag zur Konfliktbewältigung leisten zu können. Neben dem pädagogischen Konzept für die Ganztagsschule durch die KGS hat die Stadt Sehnde mit dem Bau der Mensa einen weiteren wichtigen Baustein dazu beigetragen. Das Ganztagsschulangebot soll weiter ausgebaut werden.

Grundschulen: Für eine effektivere Bildung und Betreuung unserer Kinder halten wir die Umwandlung einer Grundschule in eine Ganztagsgrundschule für wichtig. Genauso dringend ist heutzutage die Hausaufgabenhilfe, um bei möglichst vielen Kindern soziale Benachteiligungen abzuschwächen. Eine Ausweitung, möglichst auf professioneller Grundlage, ist dringend notwendig.

Das Küsterhaus an der Grundschule Breite Straße soll dauerhaft in städtischer Hand verbleiben, um seinen Erhalt zu sichern. Es gehört zum Kernensemble mit der Grund-schule und der Kreuzkirche. Der Bau einer weiteren Turnhalle, ob als Anbau an die Turnhalle Feldstraße oder am Standort Astrid-Lindgren-Grundschule, ist weiter anzustreben.

 

Umwelt und Natur

Die Sehnder Landschaft ist aufgrund der hohen Bodenqualität durch eine intensive Landwirtschaft geprägt, der Wälder, Feldhecken, Wegeseitenränder und Gewässerrandstreifen weitgehend zum Opfer gefallen sind. Die wenigen für den Naturschutz wichtigen Flächen und Landschaftselemente liegen isoliert. Ein wichtiges Ziel ist daher die Vernetzung der vereinzelten Flächen durch den Ankauf günstig liegender Grundstücke und ihre Extensivierung, um auf diesem Wege allmählich Trittsteine für die Natur zu schaffen. Das gleiche gilt für Gewässerrandstreifen, die neben Feldhecken von ihrer Struktur her für eine Vernetzung geradezu ideal sind. Mit dem genannten Konzept kann so auch der Weg zur Schaffung eines Ausgleichskontos gegangen werden, um in Ausnahmefällen Ausgleichsflächen für den Fall vorzuhalten, dass bei der Ausweisung von Bau- und Gewerbegebieten der wünschenswerte Ausgleich vor Ort nicht erreicht werden kann. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, den Waldflächenanteil im Stadtgebiet zu erhöhen.

In der nahen Umgebung weiterer Ortsteile sind Flächen für einen Kinderwald vorzusehen.

Siedlungspolitik

Bei der Planung von neuen Baugebieten muss eine weitere Zersiedelung der Landschaft und Vernichtung wertvollen Bodens vermieden werden. Stattdessen muss eine Verdichtung im Bestand bzw. flächensparendes Bauen mit zukunftsorientierten Konzepten (Mehrgenerationen-Häuser u.ä.) angestrebt werden. Auch sind wir der Meinung, dass Sehnde trotz stetig wachsender Bevölkerung in den vergangenen Jahren zu wenig in die notwendige Infrastruktur investiert hat. Hier sind eine Konsolidierung der Siedlungspolitik und Investitionen in Erhalt und Ausbau der öffentlichen Einrichtungen vordringlich.

Verkehr

Die Entlastung Sehndes von Verkehr vor allem an der B 65 zur Verbesserung der Wohnqualität auch an den Durchgangsstraßen ist dringend notwendig. Es ist jedoch unbegreiflich, dass die Kommune mit der Kommunalen Entlastungsstraße eine Umgehungsstraße finanziert, die eigentlich Aufgabe des Bundes wäre und die zudem zusätzliche Belastungen für Ilten und die östlichen Ortsteile bringt. Angesichts der vielen Dinge, die in unseren Augen dringender angegangen werden müssen, ist der Bau der Entlastungsstraße eine Fehlinvestition.

Wenn schon, dann wäre die bessere Alternative eine ortsnah im Norden Sehndes gelegene Entlastungsstraße gewesen mit begleitenden Radwegen. Es stünden mehr Mittel für umweltschonendere Verkehrsbereiche zur Verfügung.

Der Ausbau des Radwegenetzes ist verstärkt anzugehen. An vielen Stellen im  Stadtverkehr bringen auch kleinere Maßnahmen eine Verbesserung für den Radverkehr.

Im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Sehnde soll der Radverkehr hohe Priorität genießen, da er zur Entlastung vom Kfz-Verkehr beiträgt. Der personelle und finanzielle Einsatz der Stadt für die Einrichtung einer durchgehenden S-Bahn-Linie nach Hannover bzw. Hildesheim ist weiterhin notwendig, wozu auch die Verlegung des Bahnhofs an die Brücke über die B 65 gehört und eine Verbesserung der Umsteigesituation mit dem Busverkehr.

Energie

Die Energieversorgung ist eine der entscheidenden Zukunftsfragen. Dabei kommt der Energieeinsparung eine große Bedeutung zu. ür die Stadt Sehnde bedeutet dies, verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, um ihre eigenen Gebäude zu sanieren; das schon beschlossene Konzept zur energetischen Gebäudesanierung ist zügig und konsequent umzusetzen.

Nicht zuletzt trägt dies langfristig auch zur Entlastung des Haushaltes bei.

Bei der Erzeugung von Strom in Kraftwerken fällt immer Wärme als  Abfallprodukt an. Daher ist eine dezentrale Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken, bei der die Wärme genutzt werden kann, für Schulen, Hallenbad und größere Wohneinheiten eine sinnvolle Alternative. Bei der fälligen Erneuerung einer Heizungsanlage oder bei der Ausweisung von Neubaugebieten muss diese Möglichkeit geprüft werden.

Außerdem wollen wir regenerative Energien oder für die Umwelt günstigere Hausstandards (Passivhaus, Niedrigenergiehaus) über entsprechend gestaffelte Baulandpreise finanzieren.

In neuen Baugebieten sollte die Stadt Bauwillige aktiv über Möglichkeiten zur Energieeinsparung oder Regenwassernutzung bzw. -versickerung informieren.

 

Sport und Kultur

Bibliothek

Wir fordern die Einrichtung einer modernen Bibliothek als Informationszentrum und als kulturellen Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung. Zentrale Lage und fachliche Leitung sind Grundvoraussetzungen! Mit zeitgemäßer Ausstattung und regelmäßigen Öffnungszeiten mit fachlicher Betreuung könnte diese Bibliothek eine ideale Ergänzung sein zu der weitgehend als Schulbibliothek anzusehenden Bücherei in der KGS.

 

Freibad

Der Erhalt des Freibades ist unverzichtbar. Da aber jahrelang zu wenig investiert wurde, steht Sehnde nun vor einer hohen finanziellen Hürde. Wir sehen aber zur Sanierung und Modernisierung ein-schließlich einer Beheizung (z.B. mit Sonnenkollektoren) keine Alternative.

 

Sportstätten

Die Substanz der Sporthallen ist durch ausreichende Mittel zur Unterhaltung dauerhaft zu erhalten, um dem Wertverlust und künftigen hohen Ausgaben vorzubeugen. Auch bei den Sportplätzen trägt ein zu geringer Pflegeaufwand langfristig zum Wert- und Attraktivitätsverlust bei, der nur schwer wieder auszugleichen ist.

 

Frauen

Ziel grüner Politik war und ist eine Gesellschaft, in der Frauen den gleichen Anteil an gesellschaftlicher und politischer Gestaltungsmacht haben wie Männer. Eine Querschnittsaufgabe in allen Bereichen ist deshalb die Gleichstellung von Männern und Frauen. Um dies über verschiedene Maßnahmen zu erreichen, ist eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte unverzichtbar. Einer Minijobberin auf diesem Feld steht für Beratung, gezielte Förderung, Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Stellenbesetzungsverfahren, Netzwerkarbeit usw. nicht in ausreichendem Maße Zeit zur Verfügung.

 

Integration

Nach wie vor spielt die Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern eine Rolle, das Thema Integration steht derzeit bundesweit verstärkt auf der Tagesordnung, weil auf diesem Feld lange zu wenig getan wurde. Dabei gilt hier mehr als anderswo der Grundsatz, dass vorbeugende Arbeit spätere Probleme vermeiden hilft. Spezielle Maßnahmen dazu sind in Sehnde nicht nur die Tätigkeiten des Arbeitskreises Integration des Präventionsrates, sondern auch die schon erwähnte Hausaufgabenhilfe, Hort- und Ganztagsbetreuung und die Gebührenfreiheit der Kindertages-stätten.

Daneben muss auch noch eine Förderung von Sprachkursen (z.B. an der VHS) treten.

 

 

Termin:GrünTisch


GrünTisch - der für alle offene grüne Stammtisch in Sehnde.

im "Heiners" Iltender Str.6 in Sehnde.

am 7. September um 20 Uhr.

mehr Termine...

 

 
 

Achtung: Wartungsarbeiten!

Von Freitag, den 3. September ab 16 Uhr bis Sonntag, den 5. finden Wartungsarbeiten statt. Interaktive Elemente wie Gästebuch, Kommentare, Forum, Wiki und Umfragen sind nicht funktionsfähig.

 

 
Atomkraft: Schluss jetzt! - Großdemo und Umzingelung am 18. September in Berlin
 
Freiheit statt Angst! Datenschutzdemo am 11. September in Berlin, Potsdamer Platz, 13:00 Uhr
 
SCHWARZ-GELBEN ATOMPUTSCH VERHINDERN! SCHREIB DEINEM ABGEORDNETEN!
 
Meine Kampagne: GENKARTOFFEL? KOMMT NICHT IN DIE TÜTE!
 

GRUENE.DE News


Claudia Roth über ihre Eindrücke des umkämpften Landes in einem Reisetagebuch für FR-onlin...

Wie verbindet sich für uns Grüne eine ökologische Wirtschaftsweise und nachhaltiges Wachst...

Wir muss ein Leitbild für nachhaltige und handlungsfähige grüne Kommunen aussehen?Kategori...

 
drucken
|
verschicken
|
speichern